Bad Boll

Stele an historischem Platz

Die 22. Stauferstele wurde vor der Bad Boller Stiftskirche eingeweiht. Damit dokumentiert der Ort seine Verbindung zur staufischen Geschichte.


VON MONIKA ULDRIAN

Die 22. Stauferstele wurde jetzt in Bad Boll auf dem Platz vor der Stiftskirche St. Cyriakus enthüllt. Foto: Monika Uldrian

Sie ist zweieinhalb Meter hoch, viereinhalb Tonnen schwer, in achteckiger Form aus hell-meliertem Jura-Travertin aus dem Altmühltal gefertigt und findet sich außerhalb Deutschlands auch noch in Frankreich, Italien, Österreich und Tschechien. Sie - die Stauferstele - ist seit dem Berta-Tag nun auch in Bad Boll im Außenbereich der Evangelischen Stiftskirche St. Cyriakus zu finden.

Möglich machten dies Elisabeth Meyer-Fezer und ihr gestorbener Ehemann Dr. Friedrich Meyer, die eine solche Stele für Bad Boll gestiftet haben. "Gräfin Berta hat diese Kirche so ausbauen und vollenden lassen, wie wir sie heute vorfinden. Sie war für diesen Ort eine so segensreiche Frau", erklärte Pfarrer Tobias Schart.

Gemeinsam mit Diakon Uwe Bähr gestaltete der Pfarrer den Festgottesdienst, feinste musikalische Unterstützung gab es von den Musikerinnen Sarah und Rahel Rilling und dem Bläserquartett unter der Leitung Hermann Schrags.

"Mit der Stauferstele soll dieser historische Platz eine weitere Aufwertung erfahren", erläuterte Landrat Edgar Wolff. Mit diesen Denkmälern von schlichter Erhabenheit, die der Bildhauer Markus Wolf aus Stuttgart-Plieningen schaffe, werde ein Ausrufezeichen der Staufergeschichte gesetzt, so Wolff weiter. Das Komitee der Stauferfreunde gedenke mit der Stele einem geschichtsträchtigen Ort und dem caritativen Engagement der Gräfin Berta von Boll, mit der Berta-Stiftung werde ihr Stifterwillen in die Gegenwart getragen.

Für den ehemaligen Kreisarchivar Walter Ziegler sind die Stelen ein wichtiges Symbol staufischer Geschichte. "Unser Dank gilt dem einmaligen Platz für die Stauferstele", betonte Ziegler, der die Zuhörer mit auf eine fundierte Reise in die Geschichte der Staufer genommen hatte.

Mit vereinten Kräften enthüllten anschließend die Stifterin Elisabeth Meyer-Fezer, der Historiker Dr. Gerhard Raff, Landrat Edgar Wolff, der Bad Boller Bürgermeister Hans-Rudi Bührle, seine tschechischen Kollegen Dr. Pavel Vanoušek und Michal Pospíšil aus Cheb, Bildhauer Markus Wolf und Walter Ziegler die Bad Boller Stauferstele.

NWZ Göppinger Kreisnachrichten 5. Oktober 2013


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